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Bereich 04CAD & Fertigung

„Das Teil gibt
es nicht mehr."
Doch.

Zierblenden, Clips, Halterungen, Abdeckungen — bei Klassikern ist irgendwann Schluss mit Nachschub. Dann wird das Original vermessen, in SolidWorks nachkonstruiert und gedruckt. Aus Göttingen, für Autos, die älter sind als ich.

SolidWorks Reverse Engineering PETG & Glasfaser Kleinserie möglich Volvo 240 Erfahrung
01 Das Problem

Ein Auto steht
wegen 40 Gramm Kunststoff.

Bei Klassikern scheitert es selten am Motor. Es scheitert an einer Zierblende, einem Halteclip, einer Lüftungsdüse — Teile, für die es keinen Nachschub gibt, die auf Kleinanzeigen dreistellig gehandelt werden oder schlicht nirgends mehr auftauchen.

Genau da fange ich an. Wenn ein Original existiert, auch ein gebrochenes, lässt es sich vermessen und nachbauen. Wenn keins existiert, gehen wir über Maße am Fahrzeug und Fotos. Das Ergebnis ist kein Original — aber ein Teil, das passt und das Auto wieder fahrbar oder vollständig macht.

3–5
Tage vom Original
zum fertigen Teil
±0,1 mm
typische Maßabweichung
bei kleinen Teilen
PETG
Standardmaterial —
UV- & temperaturstabiler als PLA
1 Stück
Mindestmenge.
Kleinserie auf Wunsch
02 Vom Original zum Teil

Fünf Schritte.

Kein 3D-Scanner-Zauber, sondern Messschieber, Radien-Lehre und sauberes Konstruieren. Bei kleinen Teilen ist das genauer als jeder günstige Scan.

Schritt 01
Original

Sie schicken mir das Teil — auch gebrochen, auch unvollständig. Oder Fotos mit Maßstab und die Maße am Fahrzeug.

Schritt 02
Vermessen

Messschieber, Radienlehre, Abformen von Konturen. Kritisch sind Befestigungspunkte und Rastnasen, nicht die Optik.

Schritt 03
Konstruieren

Aufbau in SolidWorks als parametrisches Modell. Schwachstellen des Originals werden dabei mit korrigiert — Clips brechen meist an derselben Stelle.

Schritt 04
Drucken

Materialwahl nach Einbauort. Druckrichtung wird nach Belastung gewählt — falsch orientiert bricht auch das beste Teil.

Schritt 05
Anpassen

Passprobe, nacharbeiten, auf Wunsch grundieren und lackieren. Passt es nicht, geht es zurück in die Konstruktion.

03 Bisher gebaut

Am eigenen Auto
angefangen.

Mein Volvo 240 von 1989 ist Versuchsträger und Referenz zugleich. Was hier steht, habe ich selbst konstruiert, gedruckt und verbaut.

CAD · Fertigung möglich CAD-Konstruktion eines Group-A-Heckspoilers für den Volvo 240 in SolidWorks

Volvo 240 Group-A Heckspoiler

Nachbau des Group-A-Spoilers, konstruiert nach eigenen Maßen am Originalfahrzeug — nicht nach Fotos aus dem Netz. Fertigung in PETG mit Glasfaserverstärkung, weil ein Spoiler bei Autobahntempo dauerhaft Last sieht.

Konstruktion
SolidWorks
Material
PETG + Glasfaser
Grundlage
Eigene Messung
Preis
ab 249 €
Gedruckt · Verbaut 3D-gedruckte Snowcaps für den Volvo 240, schwarz lackiert

Volvo 240 Snowcaps

Die Abdeckungen für die Stoßfängerecken gibt es kaum noch gebraucht — und wenn, dann porös. Nachkonstruiert mit verbesserter Clip-Geometrie, weil genau die am Original als Erstes bricht. Schwarz lackiert, verbaut, hält.

Verbessert
Clip-Konstruktion
Material
PETG, lackiert
Status
Im Einsatz
Preis
49 €
04 Der Beweis

Vermessen, konstruiert,
gedruckt — in Bildern.

„Original vermessen, in SolidWorks konstruiert, gedruckt" ist eine Behauptung, solange man sie nicht sieht. Diese vier Aufnahmen belegen jeden Schritt. Sie fehlen noch — hier steht genau, welche.

Messschieber am Originalteil Foto fehlt noch
Ablesewert erkennbar
SolidWorks-Screenshot Foto fehlt noch
Skizze mit Bemaßung, kein leeres Modell
Teil auf dem Druckbett Foto fehlt noch
Laufender Druck, Düse im Bild
Fertiges Teil, lackiert Foto fehlt noch
Am Fahrzeug montiert

Benötigt: vier eigene Aufnahmen. Ablage in img/resto/, Dateinamen wie oben.

05 Material

Was wofür.

Die Materialwahl entscheidet mehr über die Haltbarkeit als die Druckqualität. Ein perfekt gedrucktes PLA-Teil hinter der Frontscheibe verformt sich im ersten Sommer.

PETG
Standard

Zäh, UV-beständiger als PLA, verträgt Wärme im Innenraum. Für die allermeisten Teile die richtige Wahl.

PETG-CF
Glasfaser / Carbon

Deutlich steifer und formstabiler. Für tragende oder großflächige Teile wie Spoiler und Halterungen.

ASA
Außenbereich

Witterungs- und UV-fest. Für Teile, die dauerhaft draußen sitzen und der Sonne ausgesetzt sind.

TPU
Flexibel

Gummiartig. Für Dichtungen, Puffer, Kabeldurchführungen und alles, was nachgeben muss.

PLA
Nur Prototyp

Günstig und maßhaltig für Passproben. Kommt bei mir nicht als fertiges Fahrzeugteil zum Einsatz — dafür ist es zu wärmeempfindlich.

06 Grenzen

Was geht —
und was nicht.

Der wichtigste Abschnitt auf dieser Seite. 3D-Druck kann viel, aber nicht alles, und wer das Gegenteil verspricht, baut irgendwann ein Teil, das im Fahrbetrieb versagt.

Mache ich
  • Zierblenden, Abdeckungen, Leisten
  • Clips, Halter, Konsolen, Adapter
  • Lüftungsdüsen und Innenraumteile
  • Gehäuse und Aufnahmen für Nachrüstungen
  • Aerodynamik-Anbauteile in verstärktem Material
  • Kleinserien, wenn mehrere dasselbe Teil brauchen
  • Reine CAD-Konstruktion, wenn Sie selbst drucken oder fräsen lassen
Mache ich nicht
  • Sicherheitsrelevante Teile — Bremse, Lenkung, Fahrwerk, Gurt
  • Teile, die tragende Funktion an der Karosserie haben
  • Motorinnenteile oder alles im heißen Bereich
  • Nachbauten geschützter Teile mit fremdem Markenlogo
  • Anbauteile, die eine Eintragung bräuchten, ohne dass das geklärt ist
Wichtig

Gedruckte Teile sind keine Originalteile und keine geprüften Ersatzteile. Ob ein Anbauteil eintragungspflichtig ist oder ob es die HU beeinflusst, müssen Sie im Zweifel mit Prüfstelle oder Werkstatt klären. Ich sage Ihnen vorher, wenn ich bei einem Teil Bedenken habe — verlassen können Sie sich darauf aber nicht.

Schicken Sie mir
Ihr Teil.

Am besten mit ein paar Fotos von allen Seiten und einem Lineal oder Messschieber im Bild. Dann sage ich Ihnen, ob es machbar ist, was es kostet und wie lange es dauert.

Ab Stückzahl
1 Stück
Typische Dauer
3–5 Tage nach Freigabe
Nachricht gesendet — ich melde mich bald.
Senden hat nicht geklappt. Rufen Sie einfach an: 0177 6911793 — oder schreiben Sie an info@lindner-technik.de.

Fotos gern direkt per E-Mail hinterher. Mehr zur Datenverarbeitung in der Datenschutzerklärung.

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